
Heinrich Ankers neustes Werk erscheint demnächst im Erich-Schmidt-Verlag, Berlin: http://www.esv.info/set/TX053/katalog.html

256 Seiten, 26 Abbildungen und 16 Tabellen, kartoniert
ISBN 978-3-258-07599-0
CHF 49.00 UVP / EUR 35.00 (D) / EUR 36.00 (A)
Haupt Verlag,
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Mit Sinn zum Gewinn! Die Theorie, wonach die höchsten Gewinne erzielt, wer nur seinen Eigennutzen maximiert, hat sich als irreführend und für Unternehmen sehr kostspielig erwiesen – die heutige Wirtschaftskrise zeigt es deutlich. Zeitgemässe Motivationstheorien weisen auf etwas anderes hin: Wer Leistung will, muss den Mitarbeitenden Sinn und Anerkennung bieten – nichts motiviert Menschen mehr als die Einsicht in den Sinn ihres Tuns und menschliche Wertschätzung; dank diesen erfahren sie ihre Arbeit und ihr Dasein als sinnerfüllt und lebenswert. Sinn ist nicht nur Katalysator der Leistungsbereitschaft, sondern bringt Menschen auch zusammen: Sinn ist der Kitt zwischen individueller Freiheit und Verantwortung für das grössere Ganze, das Team, das Unternehmen, die Kunden – auch im Interesse der Anteilseigner. Wie lässt sich Sinn ins Unternehmen bringen?
Die Balanced Valuecard ist ein praktischer Weg zur Entwicklung und Pflege einer lebendigen sinn- und leistungszentrierten Unternehmenskultur. Damit leistet die Balanced Valuecard einen entscheidenden Beitrag dazu, Unternehmen fokussiert, kundennah, flexibel und fit für die Zukunft zu machen. Eine entsprechende Unternehmenskultur ist eine unabdingbare Voraussetzung anhaltender Wettbewerbskraft und Prosperität des Unternehmens.
Die besonderen Eigenschaften der Balanced Valuecard:
- Aus der Praxis für die Praxis.
- Führt das komplexe Gebilde „Unternehmenskultur“ auf seine grundlegenden Elemente zurück.
- Moderne Motivationstheorie anstelle des aus dem 19. Jh. stammenden Konzepts der Eigennutzenmaximierung.
- Berücksichtigung von Kunden, Produkten, Marktstellung, gesellschaftlicher Reputation, Anteilseignern, Führung und Kommunikation als motivationsrelevante Faktoren.
Das Konzept der Balanced Valuecard ist:
- wirksam
- schlank
- fokussiert
- systematisch, transparent, gut steuerbar/handhabbar
- geeignet für ein systematisches Controlling
- ökonomisch
In Search of Excellence (Peters / Waterman, 1982), Corporate Culture and Performance (Kotter / Heskett, 1992), Built to Last (Collins / Porras, 1994) und What Really Works (Joyce / Nohria / Roberson, 2003) sind Werke, welche in Bezug auf die Bedeutung der Unternehmensphilosophie und -kultur wichtige Marksteine darstellen. Anhand ausgewählter Unternehmen haben sie alle nach den massgeblichen Faktoren für den ökonomischen Erfolg und den langen Bestand von Unternehmen geforscht (und sind dabei zu recht gut übereinstimmenden Ergebnissen gekommen).
Ausgehend von konkreten Unternehmen haben sie, methodisch immer präziser vorgehend, herausdestilliert, WAS Unternehmen lang anhaltende Prosperität verschafft. Eine wichtige Frage bleibt aufgrund dieses Vorgehens unbeantwortet: Was steckt hinter diesen Faktoren, WARUM oder WESHALB führen diese zur Prosperität, WIE wirken sie? Die Beantwortung dieser Frage erfordert ein anderes Vorgehen als in den oben erwähnten Werken: Davon ausgehend, dass es die Menschen sind, welche die entscheidenden Leistungen vollbringen, wurde zunächst eine Motivationstheorie entwickelt, dann wurde anhand empirischer Daten überprüft, ob bzw. in welchem Masse diese die Wirksamkeit dieser Erfolgsfaktoren zu erklären vermag. Auf diesem Wege entstand die Balanced Valuecard.
In ihrem Kern handelt es sich bei dieser um eine Motivationstheorie, welche hinter den angesprochenen Erfolgsfaktoren steht. Die tragenden Elemente dieser Theorie sind in erster Linie Erkenntnisse der sinnzentrierten Psychologie, wie sie von Viktor E. Frankl begründet wurde. Anleihen wurden auch bei der Psychosynthese nach Roberto Assagioli gemacht. Interessanterweise kommen die Neurobiologie und die Evolutionstheorie zu immer mehr Erkenntnissen, welche bestätigen, dass die Menschen jene Potenziale besitzen, auf welchen die sinnzentrierte Psychologie und die Psychosynthese ihre Lehre aufgebaut haben. (Die Neurobiologie und die Evolutionstheorie haben diesbezüglich nicht „Beweischarakter“, sie plausibilisieren jedoch die Grundannahmen der psychologischen Modelle.) D.h. das Konzept der Balanced Valuecard steht auf einer sicheren theoretischen Grundlage und wurde auch empirisch überprüft.
Die Balanced Valuecard hat ihre Wurzeln im 20. und 21. Jahrhundert, derweil die Motivationstheorie, welche der heute immer noch dominierenden Standard-Theorie der Ökonomik zugrunde liegt, auf dem Eigennutzenstreben der Menschen basiert. Diese Motivationstheorie ist im Wissen und Denken des 19. Jahrhunderts verhaftet und aufgrund des heutigen Wissens klar veraltet, dementsprechend auch heutige Mitarbeiterzufriedenheits-Befragungen, welche implizit oder explizit auf dieser Motivationstheorie beruhen.